Gedanken zum Minimalismus

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Wie bin ich auf Minimalismus gekommen?

Vor einigen Jahren ist Denis auf das Thema gekommen & hat angefangen alles zu minimieren, seinen Kleiderschrank, sein Büro, seine Gedanken, unsere Wohnung etc. Ich selbst hatte bis vor einigen Monaten gar kein Interesse daran, vielleicht auch einfach aus Bequemlichkeit?! Nach einiger Zeit gefiel mir unsere minimalistisch eingerichtete Wohnung immer mehr & auch an den Gedanken mit weniger zu Leben konnte ich mich mehr als anfreunden. Also habe ich viel aussortiert und war erschrocken wie viel Kram ich die Jahre über gehortet habe die ich gar nicht brauche.

Was ist Minimalismus für mich & was ist mit dabei wichtig?

Minimalismus heißt für mich nicht „Verzicht“. Minimalismus ist für mich Freiheit, um so weniger ich habe beziehungsweise brauche, um so freier bin ich. Habe ich zum Beispiel 20 Paar Schuhe, muss ich auch schauen wo ich diese alle hinstelle & ich muss auch schauen, dass ich alle putze und pflege, obwohl ich eh nur ein Paar gleichzeitig tragen kann. Nein, ich habe nicht nur ein Paar Schuhe, dazu mehr in einem anderem Artikel..

Je mehr man besitzt, um so mehr Verantwortung musst du tragen, für die Lagerung der Dinge, die Erhaltung & die Entsorgung wenn sie mal hin sind.

Beim Minimalismus geht es mir auch um Nachhaltigkeit. Ich kaufe mir lieber eine Jacke für 150 Euro, die lange hält, als 5 Jacken für je 30 Euro, die nach einigen Monaten den Geist aufgeben. Buy nice or buy twice.

Für mich hat Minimalismus aber nicht nur was mit Besitz zu tun, sondern auch mit Gedanken. Ich sortiere negative Gedanken aus, um meine Energie nicht damit zu verschwenden. Soll nicht heißen, dass ich mich nicht damit beschäftige, sondern negatives einfach schnell verarbeite und dann damit abschließe, bevor ich mir meinen ganzen Tag oder vielleicht sogar meine ganze Woche versaue. Ein freier Kopf ist wichtig, um kreativ zu sein, sich auf seine Projekte & Ziele zu konzentrieren & sich einfach gut zu fühlen.

Was ist mit all den Erinnerungen wie Fotos, Briefen etc.?

Ich sammle Erinnerungen, seit ich klein bin. Bei meinen Eltern auf dem Dachboden ist eine „Erinnerungskiste“. Früher fand ich das cool, alles aufheben, was dich an einen bestimmten Tag oder Moment erinnert, Briefe von Freunden, der Familie, Leuten mit denen man gar nichts mehr zu tun hat, aber eben eine schöne Erinnerung, dennoch habe ich mich dazu entschlossen diese Kiste zu vernichten. Briefe und Fotos werden Digitalisiert, alles andere Landet in der Tonne. Ein befreiender Gedanke, oder?

Was finde ich so toll an Minimalismus?

Ich finde den Gedanken, nur das zu besitzen was man wirklich braucht super. Wieso soll ich auch mehr haben als ich brauche? Ich will keine 20 Hosen, ich will keine 10 Blusen, ich will nur soviel wie ich wirklich brauche. Ich möchte keine „Oh Anna hat Geburtstag, ich muss ihr was schenken“ – Geschenke. Ich hab es viel lieber, wenn man gemeinsame Zeit schenkt. Ich merke immer mehr wie gut es mir tut mich zu minimieren, man fühlt sich leichter & freier.

Was ist mein Ziel?

Mein Ziel ist es nur noch aus einem Rucksack leben zu können, minimalistisch zu reisen, minimalistisch zu leben. Bis dahin dauert es zwar noch eine Weile, aber von einer Sache habe ich genug & das ist ZEIT!

Wie stehst du zum Thema Minimalismus? Was ist euch am Minimalismus wichtig? Ich bin auf eure Meinungen gespannt!

Bis zum nächsten mal, Anna.

5 Comments

  • Ines

    26. April 2016 at 17:41

    Die Vorstellung, sich aller unnötigen und platzbesetzenden Dinge/Gedanken zu entledigen, ist ein befreiender Gedanke. Die Herausforderung des Loslassens ist eine der Größten unserer Zeit.

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  • joni black

    26. April 2016 at 20:52

    Also ich finde alles echt klasse, aber mit einer Sache bin ich nicht einverstanden und das ist das Thema mit ZEIT, denn es ist das kostbarste und genau davon haben wir eben nicht genug. Finde ich jedenfalls =)

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  • claudia

    28. April 2016 at 12:27

    Ich fühle mich gerade 4 Jahre zurück versetzt 🙂

    „Minimalismus heißt für mich nicht „Verzicht“. Minimalismus ist für mich Freiheit….“
    Genau das haben wir uns damals auch gedacht. Wir haben einfach alles verkauft was nicht „Niet und Nagelfest“ war und sind ins Wohnmobil gezogen. Wir genießen schon seit über 2 Jahren unsere „Freiheiten“, neue Leute kennen zu lernen, überwiegend zu tun was uns gefällt. Natürlich müssen wir trotz allem noch arbeiten – aber es ist viel lebendiger so zu leben, wie im Reihenhaus fest zu sitzen.
    Stürz Dich ins Abenteuer und genieße es!

    Liebe Grüsse,
    Claudia

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